Für Angehörige

Für Angehörige: Helfen, ohne sich selbst zu verlieren.

Partnerin, Vater, Tochter, Freund – Angehörige tragen oft still die schwerste Last. Ihre Fragen sind genauso wichtig wie die der Betroffenen. Und auch für Sie gilt: Sie müssen das nicht allein schaffen.

Was Angehörige am Anfang wissen sollten

Der Mensch, den Sie lieben, ist noch derselbe. Das klingt banal – aber im Klinikalltag geht es leicht verloren. Viele Angehörige aus Brandenburg erzählen mir dasselbe: Sie wollen alles abnehmen, alles regeln, alles richtig machen. Meine Erfahrung als Betroffener: Das Wertvollste ist nicht, alles zu übernehmen, sondern zuzutrauen. Selbstständigkeit im Rollstuhl entsteht durch Ausprobieren, auch wenn es länger dauert und manchmal scheitert.

Wie Sie konkret unterstützen können

Zuhören statt lösen

Nicht jede Sorge braucht sofort eine Lösung. Oft reicht: „Ich bin da.“ Fragen Sie, was gebraucht wird, statt es zu erraten.

Papierkram gemeinsam

Anträge, Widersprüche, Termine – hier ist Unterstützung Gold wert. Sammeln Sie alle Unterlagen in einem Ordner. Wie Anträge ablaufen, lesen Sie hier.

Auf sich selbst achten

Angehörige dürfen erschöpft sein. Selbsthilfegruppen für Angehörige, Pflegestützpunkte und Kurzzeitpflege sind keine Schwäche, sondern Vorsorge.

Was Betroffene sich von Angehörigen wünschen

Ansprechpartner für Angehörige

Pflegestützpunkte Brandenburg (z. B. in Cottbus, Am Turm 14), die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) und die Selbsthilfekontaktstelle Cottbus beraten auch Angehörige kostenfrei. Alle Adressen unter „Selbsthilfe & Anlaufstellen“.

Auch Angehörige dürfen fragen. Jederzeit.

Kostenfrei, persönlich und ohne Verkaufsabsicht. Ich antworte in der Regel innerhalb von 1–2 Tagen – aus Cottbus für ganz Brandenburg und darüber hinaus.

Hinweis: Erfahrungsaustausch – keine medizinische, therapeutische oder rechtliche Beratung. Details im Haftungsausschluss.